Tenor Clemens Bieber on Bayreuth

(Interview with Mainpost.de: Clemens Bieber: Ein Würzburger für Wagner)
Seit 1987 treten Sie bei den Bayreuther Festspielen auf.
Bieber: Von 1996 bis 2000 habe ich pausiert. Seit 2001 bin ich wieder dabei. Dieses Jahr sind es also 20 Jahre. Ich bin inzwischen der dienstälteste aktive Solist in Bayreuth.
Hat Bayreuth für Sie etwas Besonderes?Bieber: Es hat eine besondere Atmosphäre. In der langen Zeit, die ich dort verbracht habe, habe ich so viele interessante Leute kennengelernt, habe so gute Produktionen mitmachen können. Man hat tolle Dirigenten, man hat sehr gute Regisseure. Die Voraussetzungen sind einfach optimal. Es macht mir eine Riesenfreude, dort zu arbeiten.
Sind Sie in Bayreuth nervöser als sonst?Bieber: Man ist immer nervös. Es relativiert sich aber.
Ich habe den Eindruck, das Publikum in Bayreuth sei kritischer als anderswo und auch besser informiert. Sie haben den Vergleich, etwa mit der New Yorker Met. Wie sehen Sie's?Bieber: Das Bayreuther Publikum ist wissender, erfahrener und oft auch sehr viel kritischer als anderswo. Wobei in Bayreuth manchmal Maßstäbe angelegt werden, die kaum zu erfüllen sind. Ich sage immer: Leute, bedenkt, dass es eine Live-Vorstellung ist! Das heißt, es kann was passieren – technisch, sängerisch, was auch immer. Auch mit der besten Vorbereitung und mit den besten Voraussetzungen: Wir sind alle nur Menschen. Wir versuchen unser Bestes zu geben. Aber es gibt keine Garantie.
Hat man vor dem Bayreuther Publikum als Sänger vielleicht sogar Angst?Bieber: Mit Angst darf man nicht auf die Bühne gehen. Wer Angst hat, ist verkrampft. Und das ist fürs Singen gar nicht gut. Man muss Respekt vor dem Publikum haben. Ich habe bisher noch keine schlechten Erfahrungen mit dem Bayreuther Publikum gemacht.
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Clemens Bieber in Bayreuth
(notes on Deutsche Oper Berlin's Facebook Page)
1.
"Wie so oft in Bayreuth: es regnet und es ist kalt, aber wir beginnen mit den Proben, Tannhäuser schon eine Woche und Tristan und Isolde seit Montag. Viele Kollegen sind schon hier, auch die Deutsche Oper Berlin ist gut vertreten auf und hinter der Bühne und es freut einen immer wieder, alle Kollegen zur Festspielzeit wiederzusehen. Der Chor beginnt auch diese Tage und allmählich füllt sich der Hügel!"
2.
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Colin Bayliss
Clemens Bieber
Bea and Alec Bobotek
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Diana Herbst
Hildegaard Arnold Kiel
Walter Meyer
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John F. Runciman
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Stefan Herheim ist da und wir proben seit Mittwoch PARSIFAL! Diese Produktion macht soviel Freude, dass sogar die Proben wie im Fluge vergehen ( was nicht immer ist!!). Es geht entspannt und doch sehr konzentriert zur Sache und wir freuen uns auf unseren neuen Parsifal Simon O'Neill, der in der neuen Spielzeit auch wieder an der Deutschen Oper Berlin gastieren wird (im Trovatore). Allmählich sind alle eingetroffen, nur das Orchester fehlt noch, was die hiesige Gastronomie natürlich mit schweren Umsatzverlusten ausbaden muss!! Aber bald sind ja unsere Orchesterfreunde da.
3.
Bayreuth im Hitzestau, es ist eine "Freude" bei über 30° in einer Industriehalle Parsifal zu probieren, man kann gar nicht soviel trinken wie man schwitzt. Aber nach viel Regen heute Nacht sind die Temperaturen wieder erträglich und jetzt sind auch alle da, das Orchester hat heute mit den Proben begonnen. Und nun geht es zügig voran, Orchesterproben und Bühnenproben lösen sich ab, mit Tristan beginnt es, für Parsifal stehen heute wichtige Bühnenproben an, vorallem die vorzügliche Bühnentechnik ist hier gefordert. Und dies muss ich auch mal erwähnen: was die Techniker gerade im Parsifal leisten ist unglaublich und bewundernswert, übrigens auch etliche Kollegen von der Deutschen Oper Berlin!!




